Besser hören: clevere Technik fürs Klassenzimmer

Neue Soundsysteme machen es Schülern und Lehrern leichter

(djd). Stühle rücken, Stimmengemurmel, Husten, Räuspern, Kichern – die Geräuschkulisse in einem normalen Klassenzimmer ist häufig nicht ganz ohne. Gerade an Grundschulen. Schüler stoßen schnell an die Grenzen ihrer Lernfähigkeit, wenn ihre Konzentration ständig gestört wird. Studien zeigen, wie sehr eine unruhige Geräuschkulisse gepaart mit schlechter Raumakustik die Leistung der Schüler beeinträchtigen kann. Denn zum erfolgreichen Lernen gehört vor allem, dass Anweisungen und Erklärungen gut verstanden werden.

Besser hören, leichter lernen

An vielen Schulen und Universitäten sind Beschallungsanlagen längst Standard. Sie sorgen dafür, dass die Stimme des Sprechenden auch in der letzten Reihe klar und deutlich ankommt. Selbst dann, wenn Hintergrundgeräusche stören und in normaler Lautstärke gesprochen wird. Häufig sind diese Anlagen die deutlich günstigere Alternative zu baulichen Maßnahmen, um die Raumakustik zu verbessern. Das macht sie auch für Unternehmen mit großen Konferenzräumen und für Tagungszentren interessant. Moderne Systeme, zum Beispiel “Roger Dynamic SoundField” von Phonak, benötigen lediglich eine schmale Lautsprechersäule und drahtlose Mikrofone, damit die Akustik im ganzen Raum gleich gut ist. Die Geräte passen sich dem Klangumfeld automatisch an und lassen sich auch mit einem PC beziehungsweise einem Whiteboard, der digitalen Tafel, verbinden. Darüber hinaus bieten die Systeme einen Mehrwert für Schüler, die Hörgeräte tragen. Diese können sich drahtlos in die Anlage “einklinken” und bekommen so die Stimme der Lehrkraft direkt aufs Ohr gesendet. Informationen dazu finden interessierte Schulen oder auch Elterninitiativen unter www.phonak.de.

Weniger Stress für Schüler – und Lehrer

Die Vorteile einer guten Raumakustik für Schüler liegen auf der Hand. Doch auch die Lehrkräfte können entscheidend profitieren. In erster Linie schonen sie ihre Stimme, denn es genügt, in Zimmerlautstärke zu sprechen. Außerdem muss Gesagtes seltener wiederholt werden. Belegt ist, dass das Sprachverstehen in geräuschvoller Umgebung (70 Dezibel) bei normal hörenden Kindern um bis zu 50 Prozent besser ist. Erreicht werden in deutschen Klassenzimmern häufig bis zu 80 Dezibel – so viel, wie ein vorbeifahrender LKW erzeugt. Eine Studie der Leuphana Universität Lüneburg ergab außerdem, dass die Technik dabei helfen kann, den Unterrichtsausfall zu reduzieren. Wegen Stimmproblemen hat jede zehnte Lehrkraft bereits mehrfach gefehlt.

Foto: djd/Phonak